BrandsimulationscontainerFloriansfest 2017

5 Jahre Feuerwehr Bauerbach - unfassbar, dass es schon so lange her ist, seit wir damals als "formloser Haufen" diese Feuerwehr gründeten.
Um dieses Ereignis zu feiern, veranstaltete die Feuerwehr Bauerbach am Donnerstag, den 25. Mai 2017, die 3. Auflage ihres Floriansfestes am Feuerwehrgerätehaus.

Beförderungen durch Marc PrauseGestartet wurde um 14:00 Uhr mit einem kurzen offiziellen Teil mit Begrüßung und Grußworten von Ortsvorsteher Lothar Böttner und Marc Prause (Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Marburg), Beförderungen durch Marc Prause und einem kurzen Rückblick auf 5 Jahre Feuerwehr Bauerbach. Bei Kaffee und Kuchen oder Deftigem vom Imbisswagen konnten die Besucher im Laufe des Nachmittags bei schönem Wetter zwei Vorführungen am Brandsimulationscontainer folgen.
EntstehungsbrandBei diesen Vorführungen wurde ein Zimmerbrand simuliert und so dem Publikum verdeutlicht, wie schnell ein Vollbrand entstehen kann. Darüber hinaus wurde demonstriert, wie ein solcher Einsatz vom Eintreffen der Feuerwehr bis zum Löschangriff im Inneren abläuft.

Unsere Einheitsführerin führt die Erkundung durchZunächst erkundet der Einheitsführer die Lage, er befragt Zeugen und im besten Fall den Anrufer, um nähere Informationen über das Geschehen und, in diesem Fall, das Brandobjekt zu erhalten (Sind noch Personen im Brandobjekt? Was brennt überhaupt - Möbel, Gas, Benzin, etc...? Welche Zugänge gibt es? u.s.w.).
Vorbereitungen für den InnenangriffWährend der Erkundung durch den Einheitsführer rüstet sich der Angriffstrupp mit Atemschutz aus und bereitet sich auf den Innenangriff vor.
Im Anschluss daran, und nach der Erkundung, wählt der Einheitsführer das Personal und die Einsatzmaßnahmen aus, die für einen erfolgreichen Einsatzablauf erforderlich sind, und gibt einen entsprechenden Einsatzbefehl:   

Wasserentnahmestelle: nächster Unterflurhydrant

Lage des Verteilers: 10 Meter vor das Brandobjekt

Angriffstrupp (Einheit)

zur Brandbekämpfung (Auftrag)

mit 1. Rohr (Mittel)

in den Brandraum (Ziel)

durch den Haupteingang (Weg)

Vor!

Sobald der Angriffstruppführer den Befehl wiederholt hat, beginnt die gesamte Mannschaft mit der Arbeit.
Der Angriffstrupp setzt den Verteiler an die befohlene Stelle und verlegt das Schlauchmaterial des 1. Rohres.

Gleichzeitig baut der Wassertrupp die Schlauchleitung zwischen der Fahrzeugpumpe und dem Verteiler auf, sodass der Angriffstrupp Wasser am 1. Rohr hat (derzeit aus dem Löschwassertank des Fahrzeuges - Vom Löschwassertank des Fahrzeuges über die Pumpe durch den B-Schlauch zum Verteiler, von dort aus durch die C-Schläuche zum Strahlrohr (hier 1. Rohr) - der Angriffstrupp kann löschen).
Direkt im Anschluss beginnt der Wassertrupp mit der Suche nach dem nächsten Unterflurhydranten, setzt dort das Standrohr und verlegt eine Schlauchleitung zwischen Fahrzeugpumpe und dem Hydranten - damit ist die Wasserversorgung aufgebaut.
Anschließend rüstet sich der Wassertrupp ebenfalls aus und wird zum Sicherheitstrupp, der mit dem 2. Rohr am Verteiler in Bereitstellung geht, um im Notfall den Angriffstrupp zu retten.

Der Maschinist hilft während des ganzen Einsatzes den Trupps bei der Entnahme der Gerätschaften vom Fahrzeug, er bedient die Pumpe und führt die Atemschutzüberwachung durch. Hier notiert er die Namen der eingesetzten Kameraden, Uhrzeit und Druck der Atemluftflaschen zum Start-Zeitpunkt des Innenangriffs und fragt die Drücke beider Kameraden regelmäßig ab, um sicher zu gehen, dass beide Kameraden immer genug Luft in den Flaschen haben, um einen sicheren Rückweg ins Freie durchführen zu können.

InnenangriffSobald der Angriffstrupp Wasser am Strahlrohr hat, beginnt er mit dem Innenangriff. Er öffnet vorsichtig die Tür und tastet sich vorsichtig bis zum Brandraum vor. Dort startet er den Löschangriff und dämmt das Feuer immer weiter ein, bis der Brandherd ausgemacht und gelöscht ist.

Der Einheitsführer erkundet während des gesamten Einsatzes immer weiter und prüft, ob die von ihm gewählten Einsatzmaßnahmen wirkungsvoll sind und bessert ggfs. nach. Während des gesamten Innenangriffs stehen Einheitsführer und Angriffstrupp permanent in Funkkontakt.

Gespanntes PublikumFür die Zuschauer, aber auch für die Kameraden waren diese Vorführungen sehr spannend und aufregend, und bereiteten allen viel Spaß, sowohl den kleinen als auch den großen Gästen.

Für die Kinder stand den ganzen Nachmittag über eine Hüpfburg bereit, die nur während der zwei Vorführungen ungenutzt blieb.


Ab 20:00 Uhr ließ man den schönen Tag mit unserer Blaulicht-Party ausklingen - ein gelungenes Fest!
Wir freuen uns auf das Fest im nächsten Jahr!